Glossar

Desktop-Publishing.

Auch: DTP

Desktop-Publishing bezeichnet das Gestalten und Setzen von Drucksachen am Computer mit Layoutprogrammen, deren Ergebnis direkt als Druckvorlage dient. Es setzte sich ab Mitte der 1980er-Jahre durch und löste den Fotosatz weitgehend ab.


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Erklärung

Möglich wurde Desktop-Publishing durch das Zusammenspiel von Personal Computern mit grafischer Oberfläche, Laserdruckern, Layoutsoftware und der Seitenbeschreibungssprache PostScript. Text, Bilder und Grafiken ließen sich erstmals an einem einzigen Arbeitsplatz zu fertigen Seiten zusammenstellen, die vorher mehrere spezialisierte Berufe erfordert hatten.

Heute ist Desktop-Publishing der Normalfall: Druckdaten entstehen in Layout- oder Grafikprogrammen und werden meist als PDF an die Druckerei geliefert. Die typografische Maßeinheit DTP-Punkt (1/72 Zoll) geht auf diese Entwicklung zurück.


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Siehe auch

Fotosatz
Satzverfahren, bei dem die Schriftzeichen fotografisch auf Film oder Fotopapier belichtet werden statt aus Metalllettern gesetzt. Der Fotosatz verdrängte in den 1960er- und 1970er-Jahren zunehmend den Bleisatz und wurde seinerseits ab Ende der 1980er-Jahre durch Desktop-Publishing abgelöst.
PostScript
Von Adobe in den 1980er-Jahren eingeführte Seitenbeschreibungssprache, mit der Texte, Grafiken und Bilder geräteunabhängig für die Ausgabe auf Druckern und Belichtern beschrieben werden. PostScript war eine Grundlage des Desktop-Publishing; in der Druckvorstufe ist heute das daraus weiterentwickelte PDF das übliche Austauschformat.
PDF/X
Familie von ISO-Normen für PDF-Dateien, die für den Austausch von Druckdaten gedacht sind. PDF/X legt fest, dass alle für den Druck nötigen Informationen – Schriften, Bilder, Farbangaben und die vorgesehene Ausgabebedingung – in der Datei enthalten sein müssen.
Punkt
Maßeinheit für Schriftgrößen und Zeilenabstände. Heute ist der DTP-Punkt üblich, der 1/72 Zoll entspricht (etwa 0,353 mm); im Bleisatz Kontinentaleuropas war der etwas größere Didot-Punkt (etwa 0,376 mm) gebräuchlich.
Druckdaten
Druckdaten sind die Dateien, aus denen eine Druckerei ein Produkt herstellt – heute meist ein druckfertiges PDF. Sie müssen im richtigen Endformat mit Anschnitt, passendem Farbmodus, ausreichender Bildauflösung und eingebetteten Schriften angelegt sein.


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