Broschüren
Mehrseitige Drucksachen mit Rückstichheftung, Klebebindung, Spiralbindung oder Fadenheftung — für Kataloge, Programme und Image-Material.
Mehr →Rückstichheftung, Klebebindung, Fadenheftung, Wire-O oder Hardcover: Welche Bindung zu Broschüre, Buch, Kalender und Abschlussarbeit passt.
Mehrseitige Drucksachen wie Broschüren und Bücher werden gebunden. Die Bindung bestimmt, wie viele Seiten möglich sind, wie sich das Produkt aufschlagen lässt, wie lange es hält — und einen guten Teil des Preises.
| Bindung | Eigenschaften | Typisch für |
|---|---|---|
| Rückstichheftung (Klammerheftung) | Bögen werden ineinandergelegt und im Falz geheftet; günstig und schnell. Seitenzahl muss durch 4 teilbar sein. | Hefte, Magazine, dünne Broschüren |
| Klebebindung (Softcover) | Seiten werden am Rücken angefräst und in einen Umschlag geklebt; gerader Buchrücken, der bedruckt werden kann. | Kataloge, Taschenbücher, dickere Broschüren |
| PUR-Klebebindung | Klebebindung mit Polyurethan-Klebstoff; haltbarer und flexibler als herkömmlicher Heißleim, das Buch lässt sich weiter aufschlagen. | Bücher, Kataloge mit viel Gebrauch |
| Fadenheftung | Lagen werden mit Faden vernäht; sehr haltbar, schlägt gut auf. | hochwertige Bücher, Hardcover |
| Hardcover (Buchdecke) | fester Einband aus Pappe mit Bezug; Buchblock meist fadengeheftet oder klebegebunden. | Bücher, Dissertationen, Fotobücher |
| Wire-O (Drahtkammbindung) | Drahtkamm durch gestanzte Löcher; liegt flach, lässt sich um 360° umschlagen. | Kalender, Notizbücher, Handbücher |
| Spiral- oder Plastikkammbindung | Kunststoffspirale oder -kamm; günstig, auch in Kleinstauflage. | Skripte, Präsentationen, Arbeitsunterlagen |
| Blockleimung | Blätter werden meist am Kopf verleimt und lassen sich einzeln abreißen. | Notiz- und Schreibblöcke |
Rückstichheftung eignet sich für dünnere Produkte; je nach Papierstärke ist bei etwa 64 bis 80 Seiten Schluss, weil sich die inneren Seiten sonst stark nach außen verschieben (Seitenverdrängung) und die Klammern nicht mehr sicher halten. Klebebindung braucht dagegen eine gewisse Mindestdicke, damit der Klebstoff am Rücken genug Fläche hat — viele Druckereien geben hier einen Mindestumfang vor. Für mittlere Umfänge stehen also oft beide Verfahren zur Wahl.
Wenn ein Produkt beim Arbeiten flach liegen soll — Kalender, Rezeptbücher, Anleitungen — sind Wire-O- oder Spiralbindung im Vorteil. Klebegebundene Bücher schließen sich von selbst und verlieren bei zu kräftigem Aufbiegen Seiten; PUR-Bindung und Fadenheftung sind hier deutlich robuster. Bei klebegebundenen Produkten sollte man zudem Motive nicht über den Bund laufen lassen, weil ein Teil im Rücken verschwindet.
Für Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten sind Hardcover und Softcover-Klebebindung verbreitet. Viele Hochschulen schreiben die Bindungsart vor oder schließen Spiral- und Kammbindungen für Pflichtexemplare aus — maßgeblich ist immer die jeweilige Prüfungs- oder Promotionsordnung.