Glossar

Digitaldruck.

Digitaldruck ist ein Sammelbegriff für Druckverfahren, bei denen das Druckbild direkt aus digitalen Daten erzeugt wird, ohne feste Druckform wie eine Druckplatte. Die wichtigsten Techniken sind der tonerbasierte Druck (Elektrofotografie) und der Tintenstrahldruck (Inkjet).


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Erklärung

Weil keine Druckplatten hergestellt werden müssen, entfallen die Einrichtkosten, die im Offsetdruck anfallen. Das macht den Digitaldruck bei kleinen und mittleren Auflagen wirtschaftlich – vom Einzelstück bis zu einigen hundert oder tausend Exemplaren, je nach Produkt.

  • Elektrofotografie: Ein Laser oder LED belichtet eine Trommel, die elektrostatisch Toner anzieht; dieser wird auf das Papier übertragen und durch Wärme fixiert. Es gibt Verfahren mit Trockentoner und mit Flüssigtoner.
  • Inkjet: Druckköpfe spritzen feinste Tintentropfen direkt auf den Bedruckstoff. Inkjet reicht vom Bürodrucker über Produktionsmaschinen bis zu Großformatdruckern für Plakate und Banner.

Ein besonderer Vorteil ist der variable Datendruck: Jedes Exemplar kann andere Inhalte tragen, etwa Namen, Nummern oder Adressen. Auch Druck-on-Demand von Büchern und Abschlussarbeiten beruht auf Digitaldruck.

Grenzen gibt es je nach Maschine bei der Auswahl der Papiere, bei echten Sonderfarben und bei sehr großen Auflagen, wo der Offsetdruck günstiger wird. Die Qualität moderner Produktionsmaschinen ist für die meisten Anwendungen mit dem Offsetdruck vergleichbar.


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Siehe auch

Bogenoffset
Bogenoffset ist Offsetdruck auf einzelne Papierbogen statt auf Endlosrollen. Er ist das Standardverfahren für Akzidenzen, Broschüren, Kataloge und Verpackungen in mittleren und hohen Auflagen.
Auflage
Die Auflage ist die Anzahl der Exemplare, die von einem Druckprodukt in einem Durchgang hergestellt werden. Sie beeinflusst maßgeblich den Stückpreis und die Wahl des Druckverfahrens.
Digitaldirektdruck
Beim Digitaldirektdruck (Direct to Garment, DTG) werden Textilien mit einem speziellen Tintenstrahldrucker direkt bedruckt, ohne Siebe oder Transferfolien. Das Verfahren eignet sich für farbige Motive und kleine Stückzahlen; auf dunklen Stoffen wird nach einer Vorbehandlung zuerst eine weiße Grundierung gedruckt. Außerhalb des Textildrucks wird der Begriff auch für den direkten Druck auf Platten oder Gegenstände verwendet.
Druckform
Die Druckform ist der Träger des Druckbildes, von dem die Farbe auf den Bedruckstoff übertragen wird – etwa die Druckplatte im Offsetdruck, das Sieb im Siebdruck, der gravierte Zylinder im Tiefdruck oder der Satz im Buchdruck. Digitaldruckverfahren kommen ohne feste Druckform aus.



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