Flyer
Werbeflyer und Handzettel in DIN-Formaten und Sonderformaten — in kleinen wie großen Auflagen, schnell verteilt.
Mehr →Warum 1.000 Flyer pro Stück deutlich weniger kosten als 100, wo Offset- und Digitaldruck sich kreuzen und an welchen Stellschrauben Sie sparen können.
Wer zum ersten Mal Druckpreise vergleicht, wundert sich oft: Die doppelte Menge kostet längst nicht das Doppelte. Der Grund liegt in der Kostenstruktur jeder Druckproduktion. Sie besteht aus Kosten, die einmal pro Auftrag anfallen, und Kosten, die mit jedem Exemplar wachsen. Wer dieses Prinzip versteht, kann Angebote besser einordnen und die eigene Bestellung gezielt planen.
Fixkosten entstehen unabhängig davon, ob 50 oder 50.000 Exemplare gedruckt werden. Variable Kosten dagegen steigen mit der Auflage. Die Grenze ist nicht immer scharf, aber die Einteilung hilft beim Verständnis.
| Fixkosten (pro Auftrag) | Variable Kosten (pro Exemplar) |
|---|---|
| Datenprüfung und Druckvorstufe | Papier bzw. Bedruckstoff |
| Druckplatten (im Offsetdruck) | Druckfarbe bzw. Toner |
| Einrichten der Maschine, Farbabstimmung | Laufzeit der Druckmaschine |
| Anlaufmakulatur (Bögen zum Einrichten) | Weiterverarbeitung wie Falzen, Heften, Binden |
| Stanzformen, Prägewerkzeuge, Klischees | Verpackung und Versandgewicht |
| Auftragsbearbeitung und Rüstzeiten in der Weiterverarbeitung | Veredelungsmaterial wie Folie oder Lack |
Der Stückpreis ergibt sich vereinfacht aus den Fixkosten geteilt durch die Auflage plus den variablen Kosten je Exemplar. Bei kleinen Mengen dominiert der Fixkostenanteil: Die Einrichtung der Maschine muss auf wenige Exemplare umgelegt werden. Mit wachsender Auflage verteilt sich dieser Block auf immer mehr Stück, und der Stückpreis nähert sich den reinen variablen Kosten an. Ab einem gewissen Punkt bringt eine noch höhere Auflage daher kaum noch Ersparnis pro Stück — der Gesamtpreis steigt dann nahezu linear.
Die beiden wichtigsten Druckverfahren unterscheiden sich genau in dieser Kostenstruktur. Der Offsetdruck hat hohe Fixkosten, weil für jede Farbe eine Druckplatte belichtet und die Maschine eingerichtet werden muss; danach ist jedes weitere Exemplar sehr günstig. Der Digitaldruck kommt ohne Druckform aus und hat kaum Einrichtkosten, dafür bleiben die Kosten pro Exemplar weitgehend gleich.
Trägt man beide Kostenverläufe über der Auflage auf, schneiden sich die Kurven an einem Punkt — dem Break-even. Darunter ist Digitaldruck günstiger, darüber Offset. Wo dieser Punkt liegt, hängt stark vom Produkt ab: Format, Seitenzahl, Farbigkeit und Papier verschieben ihn. Faustregeln und einen ausführlichen Vergleich finden Sie im Beitrag zu Offset- und Digitaldruck. Bei mittleren Auflagen lohnt es sich, beide Varianten anbieten zu lassen.
Viele Online-Druckereien kombinieren mehrere Aufträge verschiedener Kunden auf einem gemeinsamen Druckbogen. So teilen sich alle Beteiligten die Fixkosten, was auch kleine Offsetauflagen günstig macht. Der Preis dafür: Sie sind an Standardformate, Standardpapiere und feste Produktionszeiten gebunden, und eine individuelle Farbabstimmung ist nicht vorgesehen.