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Visitenkarten gestalten: Format, Papier und Veredelung

Welche Angaben auf eine Visitenkarte gehören, welches Format und Papier üblich sind und wie Veredelungen den ersten Eindruck prägen.

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Die Visitenkarte ist oft das erste Stück Papier, das ein Kontakt von Ihnen in der Hand hält. Sie muss auf kleiner Fläche die wichtigsten Informationen transportieren — und dabei zur Marke passen.

Formate

FormatMaßeHinweis
Standard (DE)85 × 55 mmpasst in übliche Kartenetuis und Halter
Scheckkarte85 × 54 mmpasst in jedes Kartenfach der Geldbörse
Quadratischz. B. 55 × 55 mmauffällig, aber unpraktisch in Etuis
Klappkarte85 × 110 mm offendoppelte Fläche, z. B. für Terminvereinbarung

Was auf die Karte gehört

  • Name und Funktion bzw. Berufsbezeichnung
  • Unternehmen und Logo
  • Telefon und E-Mail — lieber eine direkte Nummer als die Zentrale
  • Website und bei Bedarf Adresse
  • optional: ein QR-Code mit Kontaktdaten (vCard) oder Link

Weniger ist mehr: Eine überladene Karte wirkt unruhig. Die Rückseite eignet sich für Logo, Claim, eine Terminzeile oder den QR-Code. Schriften sollten nicht kleiner als etwa 7 pt gesetzt werden, feine Schriftschnitte eher etwas größer.

Papier

Üblich sind Kartonstärken von 300 bis 350 g/m², Standard ist 350 g/m². Darunter wirkt eine Visitenkarte schnell dünn. Premium-Varianten reichen bis zu mehrlagigen Kartons mit 600 g/m² und mehr, teils mit farbiger Mittellage, die an der Kante sichtbar ist. Gestrichene Papiere lassen Farben leuchten, Naturpapiere wirken zurückhaltend und lassen sich gut beschreiben.

Veredelung

Gerade bei Visitenkarten lohnt eine Veredelung, weil die Fläche klein und die Wirkung groß ist. Beliebt sind matte Folienkaschierung oder Soft-Touch mit partiellem UV-Lack auf dem Logo, Heißfolie in Gold oder Silber, Prägungen sowie abgerundete Ecken. Mehr dazu im Leitfaden zur Wahl der Veredelung.

Druckdaten

  • Anschnitt rundum anlegen (meist 2–3 mm, je nach Druckerei), Texte mindestens 3 mm vom Rand entfernt.
  • Dünne Rahmen dicht am Rand vermeiden — kleinste Schnitttoleranzen fallen sonst sofort auf.
  • QR-Codes nicht zu klein anlegen (etwa 2 × 2 cm als Untergrenze) und vor dem Druck mit mehreren Smartphones testen.
  • Für Veredelungen eine separate Vektorform anlegen.
Wie viele Visitenkarten sollte man bestellen?
Als grober Richtwert reichen vielen Personen 100 bis 250 Stück für ein bis zwei Jahre. Im Digitaldruck sind kleine Auflagen wirtschaftlich, sodass sich Änderungen bei Funktion oder Telefonnummer leicht umsetzen lassen.
Welches Format ist in Österreich und der Schweiz üblich?
Auch dort ist 85 × 55 mm weit verbreitet. Im internationalen Umfeld begegnen einem daneben weitere Formate, etwa 90 × 50 mm oder das US-Maß von 3,5 × 2 Zoll.