Glossar

Matrize.

Auch: Mater

Allgemein eine Negativform, in der ein Positiv abgeformt oder gegossen wird. Im Schriftguss ist die Matrize ein Metallblock mit dem vertieften, seitenrichtig lesbaren Buchstabenbild, das mit der Patrize eingeschlagen wurde; in der Stereotypie bezeichnet „Mater“ die Papierform, in die eine ganze Satzseite abgeformt wird.


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Siehe auch

Patrize
Im Schriftguss ein Stahlstempel, auf dessen Stirnseite ein Buchstabe erhaben und seitenverkehrt geschnitten ist. Die Patrize wird in einen Block aus weicherem Metall, meist Kupfer, eingeschlagen und erzeugt so die vertiefte Matrize, die als Gussform dient.
Schriftgießerei
Betrieb, der Drucktypen aus Metall gießt und als komplette Schriften an Druckereien liefert. Grundlage sind von Stempelschneidern gefertigte Patrizen und daraus abgeleitete Matrizen; gegossen wurde zunächst mit dem Handgießinstrument, ab dem 19. Jahrhundert zunehmend mit Gießmaschinen.
Handgießinstrument
Von Johannes Gutenberg entwickeltes Werkzeug, mit dem sich Drucktypen aus Metall in großer Zahl und mit einheitlicher Höhe gießen ließen. Zusammen mit Matrizen und einer Legierung auf Bleibasis war es eine Schlüsselerfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern.
Stereotypie
Verfahren, bei dem ein fertiger Satz aus Lettern in einer Mater abgeformt und anschließend als geschlossene Metallplatte abgegossen wird. So ließen sich Druckformen vervielfältigen und aufbewahren, ohne den Satz stehen zu lassen; gebogene Stereoplatten waren Voraussetzung für den Rotationsdruck von Zeitungen.
Linotype
Von Ottmar Mergenthaler entwickelte Setzmaschine, die ab 1886 in der Praxis eingesetzt wurde. Sie setzte Matrizen über eine Tastatur zu Zeilen zusammen und goss jede Zeile als einen Bleikörper. Die Linotype beschleunigte vor allem den Zeitungssatz erheblich und blieb bis zur Einführung des Fotosatzes weit verbreitet.


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