Glossar

Stanzkontur.

Auch: Schneidkontur, Stanzlinie, Konturlinie, Die Line

Die Stanzkontur ist eine Vektorlinie in den Druckdaten, die angibt, wo geschnitten, gestanzt, gerillt oder geklebt wird. Sie dient nur als Steuerinformation und wird selbst nicht mitgedruckt.


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Erklärung

Konturen kommen überall dort vor, wo ein Produkt nicht rechteckig beschnitten wird: bei Konturaufklebern, Türhängern, gestanzten Karten und vor allem bei Faltschachteln. Bei Verpackungen ist die Stanzkontur eine technische Zeichnung der aufgeklappten Schachtel mit allen Schnitt-, Rill- und Klebelinien.

  • Die Kontur wird als geschlossener Vektorpfad ohne Füllung angelegt, meist auf einer eigenen Ebene.
  • Sie erhält eine Sonderfarbe, deren Namen die Druckerei vorgibt, und wird auf „Überdrucken“ gestellt, damit sie keine Lücke im Motiv hinterlässt.
  • Hintergründe laufen über die Kontur hinaus in den Anschnitt; wichtige Inhalte halten Abstand nach innen.
  • Bei Verpackungen sollte die Kontur von der ausführenden Druckerei stammen, weil sie auf Karton, Konstruktion und Stanzwerkzeug abgestimmt ist.

Sehr spitze Ecken, feine Einschnitte und winzige Innenausschnitte lassen sich schlecht schneiden oder entgittern. Einfache, weich geführte Konturen sind robuster.


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Siehe auch

Stanzen
Beim Stanzen werden Druckprodukte mit einem Werkzeug in eine vom Rechteck abweichende Form geschnitten oder mit Ausschnitten versehen. So entstehen etwa Aufkleber mit Konturschnitt, Faltschachteln oder Karten mit Fenstern.
Stanzform
Eine Stanzform ist das Werkzeug, mit dem Formen aus Papier, Karton oder Folie ausgestanzt werden. Für Flachbettstanzen besteht sie meist aus einer Holzplatte mit eingesetzten Bandstahlmessern für Schnitt- und Rilllinien; bei Rollenetiketten kommen häufig rotative Stanzwerkzeuge zum Einsatz. Die Form wird für ein Motiv eigens angefertigt und kann bei Nachauflagen wiederverwendet werden, sofern sie aufbewahrt wird.
Plotterschnitt
Zuschnitt von Folie, Papier oder anderen Materialien mit einem computergesteuerten Schneideplotter entlang einer Vektorkontur. Das Verfahren wird etwa für Aufkleber in freien Formen, Beschriftungen und Flex- oder Flockfolien im Textildruck verwendet.
Anschnitt
Der Anschnitt ist ein Rand, um den randabfallende Farbflächen und Bilder über das Endformat hinaus angelegt werden. Er sorgt dafür, dass nach dem Zuschneiden keine weißen Blitzer an den Kanten entstehen; üblich sind 2 bis 3 mm je Seite.
Überdrucken
Überdrucken bedeutet, dass ein Objekt auf die darunterliegenden Farben gedruckt wird, ohne diese auszusparen. Die Farben mischen sich dadurch an der betreffenden Stelle.
Sonderfarbe
Eine Sonderfarbe ist eine vorgemischte Druckfarbe, die nicht aus den vier Skalenfarben CMYK aufgebaut, sondern als eigene Farbe gedruckt wird. Bekannte Farbsysteme für Sonderfarben sind Pantone und HKS.
Vektorgrafik
Eine Vektorgrafik beschreibt Formen durch mathematisch definierte Linien, Kurven und Flächen statt durch einzelne Bildpunkte. Sie lässt sich daher ohne Qualitätsverlust beliebig vergrößern.



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