Glossar

Tiegeldruckpresse.

Auch: Tiegel, Tiegeldruckmaschine, Tiegelpresse

Hochdruckmaschine nach dem Prinzip „Fläche gegen Fläche“: Die senkrecht stehende Druckform und der Tiegel mit dem Bogen werden gegeneinandergepresst. Tiegel waren lange die typische Maschine für Akzidenzen wie Karten und Briefbogen; heute dienen sie vor allem für Letterpress, Prägungen, Stanzungen und Nummerierungen.


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Siehe auch

Handpresse
Von Hand bediente Druckpresse, bei der ein flacher Tiegel den Bogen gegen die eingefärbte Druckform presst. Von Gutenbergs Zeit bis ins frühe 19. Jahrhundert wurden Bücher auf hölzernen Spindelpressen gedruckt, danach auf eisernen Handpressen.
Schnellpresse
Maschinell angetriebene Druckmaschine, bei der ein rotierender Druckzylinder den Bogen gegen die flach liegende, hin- und herfahrende Druckform drückt. Die von Friedrich Koenig entwickelte Schnellpresse steigerte ab 1814 die Druckleistung gegenüber der Handpresse um ein Vielfaches.
Letterpress
Heute gebräuchliche Bezeichnung für den Hochdruck mit Satz oder Druckplatten, bei dem sich das Motiv spürbar in ein dickes, meist weiches Papier eindrückt. Das Verfahren wird vor allem für hochwertige Visitenkarten, Einladungen und Karten eingesetzt.
Akzidenzdruck
Akzidenzdruck umfasst kleinere Gebrauchs- und Geschäftsdrucksachen wie Visitenkarten, Briefbögen, Flyer, Einladungen oder Formulare. Der Begriff grenzt sie traditionell vom Werkdruck (Bücher) und vom Zeitungs- und Zeitschriftendruck ab.
Stanzen
Beim Stanzen werden Druckprodukte mit einem Werkzeug in eine vom Rechteck abweichende Form geschnitten oder mit Ausschnitten versehen. So entstehen etwa Aufkleber mit Konturschnitt, Faltschachteln oder Karten mit Fenstern.
Prägung
Veredelung, bei der mit einem Prägewerkzeug unter Druck ein Relief in Papier oder Karton geformt wird. Je nach Ausführung wird das Motiv erhaben (Hochprägung) oder vertieft (Tiefprägung) – mit oder ohne Farbe beziehungsweise Folie.



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