Rasterung und Auflösung: Wie aus Bildern Druckpunkte werden
Warum Druckmaschinen keine Grautöne kennen, was Rasterweite und Rasterwinkel bedeuten und wie dpi, ppi und lpi zusammenhängen.
Weiterlesen →Auch: Punktzuwachs, Dot Gain
Tonwertzuwachs bezeichnet die Erscheinung, dass Rasterpunkte im Druck größer und dunkler ausfallen als in den Druckdaten angelegt. Ohne Ausgleich wirken Bilder dadurch dunkler und kontrastärmer.
Ursachen sind unter anderem die Verformung der Farbe beim Übertragen unter Druck und das Eindringen und Verlaufen der Farbe im Papier. Hinzu kommt ein optischer Effekt: Licht wird im Papier gestreut, sodass die Punkte dunkler erscheinen, als sie tatsächlich sind.
Wie stark der Tonwertzuwachs ausfällt, hängt vom Druckverfahren, vom Raster und vor allem vom Papier ab. Auf saugfähigem, ungestrichenem Papier oder Zeitungspapier ist er deutlich höher als auf gestrichenem Bilderdruckpapier. Am stärksten betroffen sind die Mitteltöne.
Ausgeglichen wird der Tonwertzuwachs in der Druckvorstufe: Das passende ICC-Profil für Papier und Verfahren berücksichtigt ihn bei der Umwandlung in CMYK, zusätzlich passen Druckereien die Belichtung der Druckplatten über Druckkennlinien an. Für Kunden bedeutet das vor allem, beim Export das Farbprofil zu verwenden, das die Druckerei für das gewählte Papier empfiehlt.
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