Planung

T-Shirt-Druck planen: Textil, Größen, Position und Pflege

Welche Stoffqualität passt, wie Sie den Größenlauf richtig abfragen, wo das Motiv sitzen sollte und worauf es bei dunklen Shirts und der Pflege ankommt.

Veröffentlicht am 4 min Lesezeit

Ob Vereinsshirt, Teamkleidung für ein Firmenevent oder T-Shirts für den Junggesellenabschied: Ein gutes Ergebnis hängt nicht nur vom Druckverfahren ab, sondern von vielen kleinen Entscheidungen vorher. Dieser Beitrag führt Sie durch die Planung — vom Textil über die Größen bis zur Pflege. Welche Verfahren es gibt und wofür sie sich eignen, lesen Sie im Beitrag zu den Textildruck-Verfahren.

Das richtige Textil wählen

Die Grammatur, also das Flächengewicht des Stoffes in Gramm pro Quadratmeter, sagt viel über das Tragegefühl aus. Leichte Shirts wirken luftig und fallen weich, sind aber oft etwas durchscheinend. Schwerere Qualitäten sind blickdichter, formstabiler und wirken hochwertiger, tragen sich im Hochsommer aber wärmer. Welche Werte als „leicht“ oder „schwer“ gelten, ist nicht genormt — vergleichen Sie am besten Muster verschiedener Qualitäten.

  • Baumwolle ist hautfreundlich und nimmt Druckfarben gut an. Gekämmte, ringgesponnene Baumwolle hat eine glattere Oberfläche, auf der feine Details sauberer wirken.
  • Bio-Baumwolle unterscheidet sich im Anbau, nicht zwingend im Druckverhalten. Achten Sie auf anerkannte Textilsiegel, wenn Nachhaltigkeit ein Kriterium ist.
  • Mischgewebe mit Polyester trocknen schneller und knittern weniger. Für Sublimationsdruck ist ein hoher Polyesteranteil sogar Voraussetzung.
  • Funktionsshirts aus Polyester sind für Sport gedacht; nicht jedes Verfahren und nicht jede Farbe haftet darauf gleich gut. Fragen Sie die Druckerei, welches Verfahren sie für das konkrete Textil empfiehlt.

Größenlauf und Schnitt

Größen fallen je nach Hersteller und Modell unterschiedlich aus. Ein „L“ des einen Anbieters kann einem „M“ oder „XL“ eines anderen entsprechen. Maßgeblich ist die Größentabelle des konkreten Shirt-Modells, meist mit Brustbreite und Länge in Zentimetern.

  • Fragen Sie Größen verbindlich ab, am besten mit einer Liste pro Person statt einer groben Schätzung.
  • Unterscheiden Sie zwischen Unisex- bzw. Herrenschnitt und taillierten Damenschnitten. Viele Modelle gibt es in beiden Varianten mit gleicher Farbe und Qualität.
  • Wenn möglich, lassen Sie ein Größenset zum Anprobieren kommen oder nennen Sie die Maße eines gut sitzenden eigenen Shirts.
  • Planen Sie bei Nachbestellungen ein, dass exakt dieselbe Farbe und Qualität verfügbar sein muss. Kleine Reserven in gängigen Größen können sinnvoll sein.

Druckpositionen und Motivgröße

Übliche Positionen sind Brust links (kleines Logo), Brust mittig, Rücken, Nacken und Ärmel. Jede zusätzliche Position ist in der Regel ein eigener Arbeitsgang und erhöht den Aufwand. Die maximale Druckfläche hängt vom Verfahren und von der Maschine ab; die Druckerei nennt sie auf Anfrage.

PositionTypische VerwendungHinweis
Brust linkskleines Logo, Vereinswappendezent, wirkt professionell
Brust mittiggroßes Motiv, SchriftzugMotiv nicht zu tief ansetzen
RückenName, Nummer, großes Motivgrößte nutzbare Fläche
Nackenkleines Logo, WebadresseNähte und Etikett beachten
ÄrmelLogo, Sponsornur kleine Motive möglich

Denken Sie daran, dass dasselbe Motiv auf einem Shirt in Größe S deutlich größer wirkt als auf einem 3XL. Bei sehr unterschiedlichen Größen kann es sinnvoll sein, zwei Motivgrößen anzulegen. Für Namen und Nummern auf dem Rücken benötigt die Druckerei eine eindeutige Liste, die Name, Nummer und Größe pro Stück zuordnet.

Farben auf dunklen Textilien

Druckfarben sind meist nicht vollständig deckend. Auf weißen oder hellen Shirts ist das kein Problem, auf schwarzen, marineblauen oder kräftig farbigen Stoffen würden Farben ohne Vorbereitung jedoch dunkel und stumpf wirken. Deshalb wird dort üblicherweise zuerst eine weiße Grundierung gedruckt, auf die die eigentlichen Farben kommen. Beim Digitaldirektdruck wird das Textil zusätzlich vorbehandelt.

  • Rechnen Sie damit, dass die Farbwiedergabe auf dunklem Stoff etwas vom Bildschirm und von einem Druck auf Weiß abweicht.
  • Sehr feine Linien und kleine Schrift laufen auf rauen oder dunklen Stoffen leichter zu. Planen Sie etwas kräftigere Strichstärken ein.
  • Motive mit transparenten Schatten oder weichen Verläufen ins Nichts sind auf dunklem Textil schwierig; klären Sie mit der Druckerei, wie diese umgesetzt werden.
  • Die Stofffarbe kann bewusst Teil des Motivs sein: Freigestellte Flächen zeigen dann die Shirtfarbe.

Druckdaten vorbereiten

Am besten eignen sich Vektordateien (etwa PDF, EPS oder SVG) mit in Pfade umgewandelten Schriften. Fotos und Pixelgrafiken sollten in ausreichender Auflösung in Originalgröße vorliegen. Für Siebdruck und Folienverfahren benennen Sie die Farben möglichst als Sonderfarben, damit die Druckerei sie eindeutig zuordnen kann. Einen Anschnitt wie beim Papierdruck gibt es beim Textildruck in der Regel nicht — das Motiv steht frei auf dem Stoff.

Pflege: So hält der Druck länger

  • Shirts auf links drehen und bei moderaten Temperaturen waschen.
  • Auf Weichspüler und aggressive Waschmittel möglichst verzichten.
  • Wenn möglich an der Luft trocknen statt im Trockner.
  • Nicht direkt über das Motiv bügeln, sondern von links oder mit einem Tuch dazwischen.
  • Die Pflegehinweise des Textilherstellers und der Druckerei haben Vorrang, da sie je nach Stoff und Verfahren variieren.
Kann ich Shirts verschiedener Farben mit demselben Motiv bestellen?
Ja, das ist üblich. Beachten Sie aber, dass auf hellen und dunklen Shirts unterschiedlich gedruckt wird und die Farben leicht verschieden wirken können. Eventuell braucht das Motiv für dunkle Shirts eine angepasste Variante.
Welches Verfahren ist für wenige Shirts sinnvoll?
Für Einzelstücke und kleine Mengen eignen sich Verfahren ohne aufwendige Einrichtung, etwa Digitaldirektdruck, Transferdruck oder Flexfolie. Bei größeren Mengen mit wenigen Farben ist Siebdruck oft wirtschaftlicher. Details im Beitrag zu den Textildruck-Verfahren.
Kann ich eigene Shirts zum Bedrucken mitbringen?
Manche Druckereien bedrucken beigestellte Textilien, viele aber nicht oder nur unter Vorbehalt, weil sie das Material nicht kennen. Fragen Sie vorher nach.