Rasterung und Auflösung: Wie aus Bildern Druckpunkte werden
Warum Druckmaschinen keine Grautöne kennen, was Rasterweite und Rasterwinkel bedeuten und wie dpi, ppi und lpi zusammenhängen.
Weiterlesen →Auch: Rasterätzung, Halbtonverfahren
Die Autotypie ist das Verfahren, Halbtonbilder wie Fotos durch ein Raster aus unterschiedlich großen Punkten druckbar zu machen. Sie wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt und ist bis heute die Grundlage der klassischen Rasterung.
Die meisten Druckverfahren können an einer Stelle nur entweder Farbe drucken oder keine – echte Grauabstufungen sind nicht möglich. Um trotzdem Fotos wiederzugeben, wird das Bild in ein feines Raster aus Punkten zerlegt. In dunklen Bildpartien sind die Punkte groß, in hellen klein. Aus normalem Betrachtungsabstand verschmelzen sie im Auge zu Tonwerten.
Ursprünglich wurde das Raster fotografisch mithilfe einer Glasrasterplatte erzeugt und das Bild anschließend in eine Druckplatte geätzt. Als ein wichtiger Wegbereiter gilt Georg Meisenbach, der in den 1880er-Jahren ein entsprechendes Verfahren patentieren ließ. Damit konnten Zeitungen und Zeitschriften erstmals Fotografien in großer Stückzahl drucken.
Heute berechnet ein Raster Image Processor (RIP) die Rasterpunkte digital. Das Prinzip gleichmäßig verteilter Punkte mit variabler Größe heißt amplitudenmodulierte (AM-)Rasterung; daneben gibt es die frequenzmodulierte (FM-)Rasterung mit gleich großen, unterschiedlich dicht verteilten Punkten.
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