Typografie-Grundlagen für Drucksachen
Schriftgrad, Zeilenabstand, Zeilenlänge und Schriftwahl: die wichtigsten Regeln, damit Texte im Druck gut lesbar sind — plus ein kurzer Blick auf Schriftlizenzen.
Weiterlesen →Auch: Kursivschrift, Italic, Kursiv
Nach rechts geneigte Schriftform, die auf die humanistische Kanzleischrift zurückgeht und heute meist als Schnitt einer Schriftfamilie zur Hervorhebung dient. Die erste Kursiv-Drucktype schnitt Francesco Griffo für den venezianischen Drucker Aldus Manutius, der sie 1501 erstmals einsetzte.
Die Kursive war ursprünglich eine eigenständige Buchschrift: Aldus Manutius nutzte sie für kleinformatige Klassikerausgaben, die mit der schmal laufenden Schrift platzsparend gesetzt werden konnten. Erst später wurde sie zur Begleiterin der aufrechten Antiqua und damit zum Auszeichnungsschnitt, wie man ihn heute kennt.
Typografisch unterscheidet man zwei Arten von schrägen Schnitten:
Für den Druck gilt: Verwenden Sie den kursiven Schnitt der Schriftfamilie, statt die Schrift im Programm künstlich schräg zu stellen. Künstlich geneigte Buchstaben wirken meist verzerrt und unausgewogen.
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