Rasterung und Auflösung: Wie aus Bildern Druckpunkte werden
Warum Druckmaschinen keine Grautöne kennen, was Rasterweite und Rasterwinkel bedeuten und wie dpi, ppi und lpi zusammenhängen.
Weiterlesen →Auch: Rasterwinkelung, Screen Angle
Der Rasterwinkel gibt an, um wie viel Grad die Punktreihen eines amplitudenmodulierten Rasters gegenüber der Waagerechten gedreht sind. Im Vierfarbdruck erhalten die Farben unterschiedliche Winkel, damit beim Übereinanderdrucken kein störendes Moiré entsteht.
Würden alle vier Farbauszüge im gleichen Winkel gedruckt, lägen die Punkte teils übereinander, teils nebeneinander – schon kleinste Passerabweichungen würden die Farbe sichtbar verändern. Stattdessen werden die Raster gegeneinander gedreht, sodass für das Auge ein gleichmäßiges, feines Rosettenmuster entsteht.
Klassisch liegen die drei bildwichtigen Farben Cyan, Magenta und Schwarz jeweils etwa 30 Grad auseinander, während Gelb als hellste und am wenigsten auffällige Farbe dazwischen liegt. Die genaue Winkelung legt die Druckvorstufe fest; Kunden müssen sie in ihren Daten nicht einstellen. Frequenzmodulierte Raster kommen ohne Rasterwinkel aus.
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