Glossar

Volumen.

Auch: Papiervolumen, Faktor Volumen

Das Volumen eines Papiers beschreibt das Verhältnis seiner Dicke zu seiner Grammatur. Bei gleichem Flächengewicht ist ein Papier mit höherem Volumen dicker und fühlt sich kräftiger an.


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Erklärung

Die Grammatur allein sagt nichts darüber aus, wie dick ein Papier ist. Zwei Papiere mit 100 g/m² können sich deutlich unterscheiden: Ein lockeres, voluminöses Naturpapier ist dicker als ein stark verdichtetes, glattes Bilderdruckpapier. Das Volumen wird als Faktor angegeben, etwa 1,0-fach oder 1,5-fach.

Daraus lässt sich die Papierdicke abschätzen: Grammatur mal Volumen ergibt die Dicke in Mikrometern. Ein Papier mit 80 g/m² und 1,25-fachem Volumen ist also etwa 100 µm (0,1 mm) dick. Gestrichene Papiere haben meist ein niedriges Volumen, Werkdruckpapiere für Bücher häufig ein höheres.

Wichtig ist das Volumen vor allem bei gebundenen Produkten, denn es bestimmt zusammen mit der Seitenzahl die Rückenstärke. Wer ein Buch oder eine Abschlussarbeit mit Klebebindung plant, sollte die Rückenstärke deshalb mit dem konkreten Papier berechnen lassen.


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Siehe auch

Grammatur
Gewicht eines Papiers in Gramm pro Quadratmeter (g/m²). Die Grammatur ist die übliche Angabe für die „Stärke“ eines Papiers, sagt aber nicht direkt etwas über seine Dicke aus.
Rückenstärke
Die Breite des Rückens eines gebundenen Buchs oder einer Broschüre. Sie ergibt sich aus Seitenzahl und Papiervolumen und muss beim Gestalten eines Umschlags bekannt sein; verbindlich ist die Angabe der Druckerei für das gewählte Papier.
Werkdruckpapier
Werkdruckpapier ist ein ungestrichenes Papier, das vor allem für Bücher mit überwiegendem Textanteil verwendet wird. Es hat oft ein höheres Volumen und ist häufig in leicht getönten, gelblich-weißen Varianten erhältlich, die beim Lesen als angenehm empfunden werden.
Ungestrichenes Papier
Papier ohne Strich, also ohne zusätzliche Beschichtung der Oberfläche mit Pigmenten und Bindemitteln; im Handel heißt es meist Naturpapier. Es fühlt sich griffig an, lässt sich gut beschreiben und saugt Druckfarbe stärker auf, weshalb Farben matter und weniger brillant wirken als auf gestrichenem Papier.



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