Papier-Grammaturen erklärt
Was sagt g/m² wirklich aus? Welche Grammatur passt zu welcher Drucksache? Eine knappe Einführung mit Richtwerten für die häufigsten Anwendungen.
Weiterlesen →Auch: Papiervolumen, Faktor Volumen
Das Volumen eines Papiers beschreibt das Verhältnis seiner Dicke zu seiner Grammatur. Bei gleichem Flächengewicht ist ein Papier mit höherem Volumen dicker und fühlt sich kräftiger an.
Die Grammatur allein sagt nichts darüber aus, wie dick ein Papier ist. Zwei Papiere mit 100 g/m² können sich deutlich unterscheiden: Ein lockeres, voluminöses Naturpapier ist dicker als ein stark verdichtetes, glattes Bilderdruckpapier. Das Volumen wird als Faktor angegeben, etwa 1,0-fach oder 1,5-fach.
Daraus lässt sich die Papierdicke abschätzen: Grammatur mal Volumen ergibt die Dicke in Mikrometern. Ein Papier mit 80 g/m² und 1,25-fachem Volumen ist also etwa 100 µm (0,1 mm) dick. Gestrichene Papiere haben meist ein niedriges Volumen, Werkdruckpapiere für Bücher häufig ein höheres.
Wichtig ist das Volumen vor allem bei gebundenen Produkten, denn es bestimmt zusammen mit der Seitenzahl die Rückenstärke. Wer ein Buch oder eine Abschlussarbeit mit Klebebindung plant, sollte die Rückenstärke deshalb mit dem konkreten Papier berechnen lassen.
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