Glossar

Buchdruck.

Auch: Hochdruck mit beweglichen Lettern, Typografischer Druck

Buchdruck ist ein Hochdruckverfahren, bei dem erhabene Lettern oder Klischees eingefärbt und direkt auf das Papier gepresst werden. Johannes Gutenberg entwickelte um 1450 in Mainz das System aus gegossenen Metalllettern und Druckpresse, das den Buchdruck in Europa begründete.


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Erklärung

Beim Hochdruck stehen die druckenden Teile der Druckform erhöht. Eine Walze färbt nur diese erhabenen Flächen ein; beim Drucken wird die Farbe auf das Papier übertragen. Das Prinzip kannte man bereits vom Holzschnitt und Stempel.

Bewegliche Lettern gab es schon früher in Ostasien, unter anderem in China und Korea. Gutenbergs Leistung lag in der Kombination mehrerer Erfindungen: dem Handgießinstrument zur präzisen Herstellung gleichartiger Metalllettern, einer geeigneten Legierung, einer ölhaltigen Druckfarbe und der Druckpresse. Sein bekanntestes Werk ist die 42-zeilige Bibel aus den 1450er-Jahren.

Über Jahrhunderte war der Buchdruck das wichtigste Druckverfahren für Texte. Im 20. Jahrhundert wurde er weitgehend vom Offsetdruck verdrängt. Heute erlebt er als „Letterpress“ eine Renaissance für Visitenkarten, Einladungen und Karten: Auf dickem, weichem Karton drückt sich die Druckform sichtbar ein und erzeugt eine fühlbare Struktur.


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Siehe auch

Hochdruck
Druckverfahren, bei dem die druckenden Teile der Druckform erhaben über den nicht druckenden Teilen liegen. Nur die erhöhten Stellen nehmen Farbe an und geben sie an das Papier ab – wie bei einem Stempel.
Bleisatz
Bleisatz ist das Setzen von Texten mit gegossenen Metalllettern aus einer Legierung auf Bleibasis. Neben dem Handsatz setzten sich ab dem späten 19. Jahrhundert Setzmaschinen wie die Linotype (Zeilenguss) und die Monotype (Einzelbuchstabenguss) durch; im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde der Bleisatz vom Foto- und Digitalsatz abgelöst.
Letterpress
Heute gebräuchliche Bezeichnung für den Hochdruck mit Satz oder Druckplatten, bei dem sich das Motiv spürbar in ein dickes, meist weiches Papier eindrückt. Das Verfahren wird vor allem für hochwertige Visitenkarten, Einladungen und Karten eingesetzt.
Offsetdruck
Das am weitesten verbreitete industrielle Druckverfahren für Papierdrucksachen. Es ist ein indirektes Flachdruckverfahren: Die Farbe gelangt von der Druckplatte zunächst auf ein Gummituch und von dort auf das Papier.

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Im Ratgeber



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