Beim Hochdruck stehen die druckenden Teile der Druckform erhöht. Eine Walze färbt nur diese erhabenen Flächen ein; beim Drucken wird die Farbe auf das Papier übertragen. Das Prinzip kannte man bereits vom Holzschnitt und Stempel.
Bewegliche Lettern gab es schon früher in Ostasien, unter anderem in China und Korea. Gutenbergs Leistung lag in der Kombination mehrerer Erfindungen: dem Handgießinstrument zur präzisen Herstellung gleichartiger Metalllettern, einer geeigneten Legierung, einer ölhaltigen Druckfarbe und der Druckpresse. Sein bekanntestes Werk ist die 42-zeilige Bibel aus den 1450er-Jahren.
Über Jahrhunderte war der Buchdruck das wichtigste Druckverfahren für Texte. Im 20. Jahrhundert wurde er weitgehend vom Offsetdruck verdrängt. Heute erlebt er als „Letterpress“ eine Renaissance für Visitenkarten, Einladungen und Karten: Auf dickem, weichem Karton drückt sich die Druckform sichtbar ein und erzeugt eine fühlbare Struktur.