Plakate
Plakate von DIN A3 bis A0 — für Außen- und Innenwerbung, Veranstaltungen, Schaufenster und Galerien.
Mehr →Ein Plakat hat nur wenige Sekunden. Wie Sie mit klarer Hierarchie, passenden Schriftgrößen und dem richtigen Papier dafür sorgen, dass es wahrgenommen wird.
Ein Plakat wird selten gelesen wie ein Brief. Es wird im Vorbeigehen, an der Haltestelle oder aus dem Auto wahrgenommen — oft aus mehreren Metern Entfernung und in wenigen Sekunden. Gute Plakatgestaltung beginnt deshalb mit der Frage: Was soll der Betrachter mitnehmen, wenn er nur einen Blick darauf wirft?
Fernwirkung entsteht durch Reduktion. Ein starkes Bild oder eine große Schlagzeile, klare Kontraste und viel freie Fläche wirken aus der Distanz besser als viele gleich große Elemente. Ein einfacher Test: Verkleinern Sie den Entwurf am Bildschirm auf Briefmarkengröße oder treten Sie einige Meter vom ausgedruckten Probeexemplar zurück. Was dann noch erkennbar ist, trägt das Plakat.
Bewährt hat sich eine Gliederung in drei Ebenen. Die erste Ebene fängt den Blick: Schlagzeile oder Bild, aus größter Entfernung erkennbar. Die zweite Ebene liefert den Kontext, etwa Datum, Ort oder Angebot, lesbar beim Näherkommen. Die dritte Ebene enthält Details wie Adresse, Uhrzeiten, Logos von Partnern oder einen QR-Code — sie wird nur von denen gelesen, die bereits interessiert stehen geblieben sind. Größenunterschiede zwischen den Ebenen sollten deutlich sein; zu viele ähnlich große Schriftgrade machen die Hierarchie unklar.
Wie groß Schrift sein muss, hängt vom Abstand ab, aus dem sie gelesen werden soll. Bei Plakaten ist die Angabe in Punkt wenig anschaulich; besser misst man die Höhe der Großbuchstaben (Versalhöhe) in Zentimetern. Gängige Faustregeln für die Mindestlesbarkeit setzen die Versalhöhe auf etwa ein Zweihundertstel bis ein Dreihundertstel des Leseabstands; die Tabelle rechnet mit rund einem Zweihundertfünfzigstel. Für eine Schlagzeile, die auf Anhieb erfasst werden soll, darf es deutlich mehr sein.
| Leseabstand | Versalhöhe mindestens (Richtwert) | Beispiel |
|---|---|---|
| 1 m | ca. 4–5 mm | Details auf einem A3-Aushang |
| 3 m | ca. 1,2–1,5 cm | Plakat im Flur oder Schaufenster |
| 5 m | ca. 2–2,5 cm | Plakat an der Wand eines Raums |
| 10 m | ca. 4–5 cm | Plakat an Straße oder Platz |
| 20 m | ca. 8–10 cm | Großfläche, Blick aus dem Verkehr |
Für Aushänge und Veranstaltungsplakate sind die DIN-Formate A3, A2, A1 und A0 üblich. Sie passen in handelsübliche Rahmen und Wechselrahmen. Für die Außenwerbung auf gemieteten Werbeflächen gibt es eigene Standardformate, die sich traditionell in „Bogen“ bemessen; ein Bogen entspricht dabei ungefähr einem A1-Blatt. Die Großfläche wird etwa als 18/1-Bogen bezeichnet. Hinzu kommen Formate für hinterleuchtete Vitrinen, etwa an Haltestellen. Wenn Sie Werbeflächen buchen, erhalten Sie die exakten Maße, Sichtmaße und Datenvorgaben vom Anbieter der Fläche.
Plakate aus gewöhnlichem Bilderdruckpapier sind nicht für den längeren Einsatz im Freien gedacht: Feuchtigkeit wellt das Papier, und die Farben verblassen durch UV-Licht mit der Zeit.
Grundsätzlich gelten die üblichen Regeln: Anschnitt anlegen, CMYK-Farben verwenden, Schriften einbetten. Bei der Bildauflösung dürfen Plakate großzügiger sein als Flyer, weil sie aus Entfernung betrachtet werden. Wie weit Sie die Auflösung reduzieren können, hängt vom Leseabstand ab; im Zweifel nennt die Druckerei einen Mindestwert. Texte, Logos und Linien sollten als Vektoren angelegt sein, damit Kanten auch in großem Format scharf bleiben.