Wie wird Papier hergestellt? Vom Holz zum Druckbogen
Zellstoff, Holzschliff, Altpapier und Füllstoffe: So entsteht Papier auf der Papiermaschine — und warum Streichen und Kalandrieren die Druckeigenschaften bestimmen.
Weiterlesen →Auch: Chemischer Zellstoff, Pulp
Zellstoff ist ein Faserrohstoff für die Papierherstellung, der meist aus Holz durch chemischen Aufschluss gewonnen wird. Dabei wird das Lignin weitgehend entfernt, sodass daraus hergestellte, sogenannte holzfreie Papiere weniger vergilben als Papiere mit Holzstoff.
Holz besteht im Wesentlichen aus Cellulosefasern, die durch Lignin und weitere Bestandteile zusammengehalten werden. Beim chemischen Aufschluss, etwa im Sulfat- oder Sulfitverfahren, wird das Holz in Hackschnitzeln gekocht und das Lignin herausgelöst. Übrig bleiben die langen, festen Fasern, die anschließend meist gebleicht werden.
Im Unterschied dazu wird Holzstoff (Holzschliff) mechanisch gewonnen und enthält das Lignin noch. Papiere mit hohem Holzstoffanteil, wie Zeitungspapier, sind günstig, vergilben aber unter Licht. Papiere, die überwiegend aus Zellstoff bestehen, werden als „holzfrei“ bezeichnet – obwohl sie ebenfalls aus Holz stammen.
Neben Frischfasern aus Zellstoff wird in großem Umfang Altpapier eingesetzt. Recyclingpapier besteht ganz oder überwiegend aus solchen Sekundärfasern.
Stand: