Planung

Geschäftsausstattung: Visitenkarte, Briefbogen und Umschlag

Visitenkarte, Briefbogen nach DIN 5008, Umschläge, Stempel und E-Mail-Signatur: Wie Sie eine einheitliche Geschäftsausstattung planen, die zum Corporate Design passt.

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Unter Geschäftsausstattung versteht man die Drucksachen, die ein Unternehmen, ein Verein oder eine Praxis im Alltag nach außen verwendet: vor allem Visitenkarten, Briefbögen, Umschläge und oft auch Mappen, Notizblöcke oder Stempel. Einzeln betrachtet sind das kleine Posten. Zusammen prägen sie aber stark, wie professionell ein Absender wirkt — vorausgesetzt, alle Teile sprechen dieselbe Sprache.

Grundlage: das Corporate Design

Bevor die erste Drucksache entsteht, sollten die Grundelemente des Erscheinungsbilds feststehen. Bei größeren Organisationen sind sie in einem Gestaltungshandbuch festgehalten, bei kleinen Betrieben genügt oft ein kurzes Dokument mit den wichtigsten Vorgaben.

  • Logo in Druckqualität, möglichst als Vektordatei, in Farb-, Schwarz-Weiß- und gegebenenfalls Negativversion.
  • Hausfarben mit festgelegten Werten für den Druck (CMYK oder Sonderfarbe) und für Bildschirme (RGB beziehungsweise Hex-Wert).
  • Hausschrift(en) mit geklärter Lizenz für Druck, Office-Anwendungen und Web.
  • Gestaltungsraster: Ränder, Abstände, Position des Logos.
  • Tonalität der Texte, etwa Anrede und Schreibweise des Firmennamens.

Wenn Hausfarben exakt wiederholbar sein müssen, kommen Sonderfarben infrage; beachten Sie, dass dieselbe Farbe auf gestrichenem und ungestrichenem Papier unterschiedlich wirkt. Mehr dazu in den Beiträgen zu Sonderfarben und Farbprofilen.

Visitenkarte

Die Visitenkarte ist oft der erste gedruckte Kontakt. In Deutschland ist das Format 85 × 55 mm verbreitet. Name, Funktion, Kontaktdaten und Logo sollten mit dem Briefbogen übereinstimmen — gleiche Schreibweisen, gleiche Reihenfolge, gleiche Farben. Alle Details zu Format, Inhalt, Papier und Veredelung finden Sie im Beitrag „Visitenkarten gestalten“.

Briefbogen nach DIN 5008

Für Geschäftsbriefe im A4-Format ist in Deutschland die Norm DIN 5008 maßgeblich. Sie legt unter anderem fest, wo das Anschriftfeld liegt, damit die Adresse im Fenster eines Umschlags sichtbar ist. Die Norm kennt zwei Varianten, die sich vor allem in der Höhe des Briefkopfs unterscheiden:

MerkmalForm AForm B
Höhe des Briefkopfs27 mm45 mm
Anschriftfeld beginnt27 mm vom oberen Rand45 mm vom oberen Rand
Falzmarken87 mm und 192 mm105 mm und 210 mm
Lochmarke148,5 mm148,5 mm

Das Anschriftfeld ist in beiden Formen 85 mm breit und 45 mm hoch und beginnt 20 mm vom linken Blattrand. Form B mit dem höheren Briefkopf wird in der Praxis häufiger verwendet, weil mehr Platz für Logo und Absender bleibt. Welche Form Sie wählen, muss zur Textvorlage in der Textverarbeitung passen — der gedruckte Briefbogen und die Word- oder Office-Vorlage sollten gemeinsam angelegt werden.

  • Geschäftsangaben: Für viele Rechtsformen schreibt das Handelsrecht Pflichtangaben auf Geschäftsbriefen vor, etwa Rechtsform, Sitz, Registergericht und Registernummer. Lassen Sie im Zweifel prüfen, welche Angaben für Ihr Unternehmen nötig sind.
  • Fußzeile: Bankverbindung, Kontaktdaten und Geschäftsangaben stehen meist klein im Fuß des Briefbogens.
  • Folgeseiten: Ein schlichter Folgebogen mit Logo, aber ohne vollständigen Briefkopf ist bei längeren Schreiben praktisch.
  • Papier: Üblich sind ungestrichene Papiere von etwa 80 bis 100 g/m², die sich gut beschreiben lassen.

Viele Organisationen verschicken Briefe heute überwiegend als PDF. Dann lohnt sich eine digitale Briefvorlage, die dem gedruckten Bogen exakt entspricht. Ein kleiner Vorrat gedruckter Bögen bleibt trotzdem sinnvoll, etwa für Verträge, Urkunden oder besondere Anlässe.

Umschläge

Die Umschlagformate der C-Reihe und DIN lang sind auf die A-Formate abgestimmt: DL oder C6/5 nehmen einen zweimal gefalzten A4-Brief auf, C5 einen einmal gefalzten, C4 einen ungefalzten. Fensterumschläge müssen zur Lage des Anschriftfelds passen. Bedruckt wird meist der Absender, oft mit Logo; bei großen Mengen lohnt ein Blick auf den Verschluss (selbstklebend mit Abdeckstreifen oder nassklebend für Kuvertiermaschinen).

Stempel, Signatur und weitere Elemente

  • Firmenstempel: gleiche Angaben und Schreibweise wie auf dem Briefbogen; Logos wirken im Stempel nur, wenn sie auch einfarbig und klein gut funktionieren.
  • E-Mail-Signatur: Name, Funktion, Kontakt und dieselben Geschäftsangaben wie auf dem Papier — die für Geschäftsbriefe vorgeschriebenen Angaben gelten in der Regel auch für geschäftliche E-Mails.
  • Notizblöcke, Mappen und Aufkleber: Sie ergänzen die Ausstattung und nutzen dieselben Farben und Schriften.
  • Aktualisierung: Ändern sich Adresse, Telefonnummer oder Geschäftsführung, müssen alle Elemente gleichzeitig angepasst werden. Bestellen Sie Auflagen deshalb nicht zu groß.